Entsalzung durch Umkehrosmose

 

 

Umkehr-Osmose ist eine Filterung durch eine Membran, bei der durch Druck aus einer Salzlösung das Wasser sozusagen "herausgepresst" wird.

 

Die Trennmembran hat dabei so kleine Öffnungen, dass nur die Wassermoleküle, nicht aber die Salzmoleküle hindurch passen. (Bei der normalen Osmose wandert das Wasser - von allein, das heißt durch den sog. osmotischen Druck durch die Membran in die Salzlösung und verdünnt diese.)Die Umkehr-Osmose arbeitet also mit erhöhtem Druck gegen die normale Osmose.

 

 

 

Trinkwasser hat einen osmotischen Druck von weniger als 2 bar, der angewendete Druck für Umkehrosmose ausgehend von Trinkwasser beträgt 4-30 bar, je nach verwendeter Membran und Anlagenkonfiguration.

 

 

 

Manche anderen Flüssigkeiten haben höhere osmotische Drücke, z. B. Meerwasser je nach Salzgehalt etwa 30 bar. Dementsprechend liegen die verwendeten Drücke für die Meerwasserentsalzung höher (60-80 bar).

 

 

 

In einigen extremen Anwendungen (z. B. Aufkonzentrieren von Deponiesickerwasser) werden noch höhere Drücke verwendet. Am Ende der Umkehr-Osmose verbleibt also auf der einen Seite der Membran eine hochkonzentrierte Salzlösung und auf der anderen Seite Trinkwasser.

 

 

Anwendungsbeispiele:

Meerwasserentsalzung, Abwasserreinigung, Anwendung in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie.